Eisenbahnprojekte für Paraguay im Visier

Am 15. August besichtigte Herr Botschafter Fernando Ojeda die Betriebswerkstatt des Unternehmens LTE in Nordhausen.

Das Unternehmen fertigt Hybrid-Leichtbahnen als Straßen- oder Eisenbahn, die mit Strom, Diesel oder Pflanzenöl betrieben werden.

eisenbahnprojekte-fuer-paraguay-im-visier_3Herr Botschafter Ojeda traf Frau Schuhardt, Geschäftsführerin, und Herrn Schwarz, Betriebsleiter des Unternehmens. Sowohl Frau Schuhardt als auch Herr Schwarz äußerten ihr Interesse an einen Technologietransfer nach Paraguay für die Strecke Asunción-Ypacaraí. Nach dem Treffen fuhren sie mit der Hybrid-Stadtbahn mit der Linie 10 von Nordhausen-Mitte bis Ilfeld, wo sie die Benutzung beider Energiequellen für den Zug feststellen konnten.

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Am Montag dieser Woche war der Botschafter der Republik Paraguay in Deutschland, Fernando Ojeda Cáceres, zu Gast bei den Nordhäuser Verkehrsbetrieben. Anlass war ein Arbeitsgespräch zur Erschließung ländlicher Regionen und deren Einbindung in die städtischen Verkehrssysteme des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) mit Zwei-System-Bahnen…

Im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes macht sich die Regierung Paraguays Gedanken über die damit im Zusammenhang stehende Bewältigung des wachsenden Verkehrsaufkommens im Personen- und Güterverkehr und sucht nach Lösungen für die Implementierung nachhaltiger Verkehrsinfrastrukturen.

Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Wiederbelebung der Eisenbahnstrecke, die von der Hauptstadt Asunciòn in deren 1,9 Millionen Einwohner zählende Metropolregion führte. Rund 90 Prozent der gesamten Industrie Paraguays sind in der Hauptstadt Asunción angesiedelt.

Als Fahrgäste der Linie 10 vom Krankenhaus bis nach Ilfeld/Neanderklinik konnten sich die Besucher einen Überblick über die Nordhäuser Lösung verschaffen. Sie bekamen einen Eindruck von den technologischen Abläufen und konnten die Resonanz der Nordhäuser ÖPNV-Kunden im wahrsten Sinne des Wortes erleben.
Die Besichtigung des Straßenbahndepots ermöglichte im Anschluss auch einige detaillierte Auskünfte zur Technik des dualen Antriebssystems am Triebwagen 203.

eisenbahnprojekte-fuer-paraguay-im-visier_6„Im städtischen Streckenabschnitt ist die Versorgung der Bahnen mit Elektroenergie konventionell aus der Oberleitung gewährleistet. Außerhalb der Stadtgrenzen, im oberleitungsfreien Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) bedarf es einer autonomen Antriebstechnik. Aus diesem Grund wurde ein Hybridantrieb entwickelt und in die bei den Verkehrsbetrieben eingesetzten Straßenbahnfahrzeuge integriert. Neben dem klassischen Elektroantrieb aus dem Fahrdraht erhielten drei Fahrzeuge eine zweite Antriebstechnik, bestehend aus einem Dieselmotor, einer Leistungselektronik und einem Generator“, erläuterte Fritz Keilholz, Betriebsleiter Straßenbahnverkehr bei den Nordhäuser Verkehrsbetrieben.

Synergieeffekte ergaben sich bei dieser Verfahrensweise vor allem aus dem Angebot einer barriere- und umstiegsfreien Verbindung von Regional- und Stadtverkehr unter Nutzung des vorhandenen Schienennetzes der HSB und der Straßenbahninfrastruktur im städtischen Bereich sowie des Erhalts der Typenreinheit im Fuhrpark der Straßenbahnen.

bahn schienenprojekte paraguay strassenbahn asuncionDer Direktor von COINDESO „Friedbert Schlichting“ nahm an diesem Treffen teil und war sehr zufrieden. Er erwähnte das alles mögliche getan werde um die paraguayische Regierung beim Thema Schienenprojekte zu unterstützen. Die Schienenprojekte für Paraguay beziehen sich auf Kurz- und Langstrecken Züge. Friedbert Schlichting unterstützt die Implementierung des Schienenprojekts für Paraguay schon seit 2008. Eine Vorstellung seiner Idee zum Thema Züge in Paraguay stellte er bereits 2009 in seinem Projekt „Variete of Ideas Paraguay“ in seinem damaligen Blog dar.

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